fbpx

Cremes selbst herstellen und verkaufen

Cremes selbst herstellen und verkaufen

Ganz am Anfang, bevor ich tiefer in die Materie der Kosmetikproduktion eingestiegen bin, habe ich mir die Sache so vorgestellt: Ich stehe in meiner Küche, grübele und tüftele tage- und nächtelang an Inhaltsstoffen und mische so lange herum, bis ich irgendwann – tadaa – meine perfekte Gesichtscreme kreiert habe – die natürlich nichts anderes wird, als DER Durchbruch in der Kosmetikbranche.

Heute muss ich über meine, zugegeben sehr romantische, Vorstellung schmunzeln, dennoch gibt es in den USA wirklich ein paar Beauty-Start-Ups, die genau so ihren Anfang gefunden haben.

Aber wie sieht die Situation bei uns in Deutschland aus? Darf man seine Cremes, Peelings, oder Waschgels in der hauseigenen Küche anrühren und dann im freien Handel verkaufen?

All das möchte ich Dir in diesem Blog-Beitrag verraten.

Kosmetik aus der Küche?

Ich werde wirklich oft gefragt, ob das geht, die hauseigene Küche zu einem Kosmetiklabor umzufunktionieren. Und die Frage liegt nahe, denn wenn ich ganz ehrlich bin, dachte ich das am Anfang auch – in den USA ist diese Vorgehensweise ja offensichtlich okay und wird durchaus praktiziert.

Doch hinsichtlich der Regularien in Deutschland lautet die Antwort ganz klar: Nein! Hier geht so etwas nicht. Zum Glück!

Ich meine, hallo? Stell Dir mal vor, jeder dürfte einfach so bei sich zu Hause irgendwas zusammenmischen, was am Ende auf Deiner Haut landet. Das würdest Du mit Sicherheit nicht wollen 😉

Die Entwicklung und Produktion von Kosmetikprodukten ist ein unglaublich aufwendiges Unterfangen, bei dem ein umfangreiches Regelwerk und eine Vielzahl an Verordnungen eingehalten werden müssen.

Von dem enormen Fachwissen, das dafür erforderlich ist, ganz zu schweigen.

Wo erhält man die besten Rohstoffe? In welcher Kombination darf man diese mit- einander einsetzen? Wird der pH-Wert eingehalten? Sind die Produkte verträglich? Wo könnte es zu Komplikationen kommen?

Jedes auch noch so kleinste Detail muss geprüft und dokumentiert werden, jedes einzelne Produkt braucht eine Chargen- und Seriennummer.

Von den strengen Hygienevorschriften, die im eigenen Haushalt kaum einzuhalten sind, muss ich vermutlich gar nicht erst anfangen.

Du merkst es schon: Die Herstellung von Kosmetika ist ein schönes, aber sehr komplexes und vor allem risikobehaftetes Unterfangen, welches nur von Profis in die Hand genommen werden, also von einem offiziellen Kosmetikhersteller oder einem etablierten Labor.